Warum geraten Frauen immer wieder an Männer, die emotional nicht verfügbar sind?

Warum geraten Frauen immer wieder an Männer, die emotional nicht verfügbar sind?

Sie sitzen bei mir im Coaching oder in den Seminaren „stark und selbstbewusst“. Es sind kluge, erfolgreiche Frauen, die Teams von 20 oder mehr Leuten leiten, ein Unternehmen steuern oder im Job komplexe Projekte mit links rocken.

Und dann erzählen sie mir mit zitternder Stimme und einer tiefen Wut im Bauch (meist auf sich selbst) immer wieder dieselben Geschichten:

„Gisa, egal was ich tue: Ich lande immer wieder bei Männern, bei denen ich um ein kleines bisschen Nähe betteln muss.“ oder

„Egal ob privat oder beruflich: Ich gerate immer wieder an Männer, die emotional einfach nicht erreichbar sind.“

Das Bittere daran? Es betrifft fast nie nur die Beziehung oder die Liebe. Es ist ein schleichendes Gift, das sich durch ihr gesamtes Leben zieht, bis hinein ins Business. Und ich gestehe dir jetzt etwas, auch ich kenne das, mir ist das auch schon in meiner Vergangenheit passiert.

Ein Blick in die Realität: Fallbeispiel

Nehmen wir Ella. 38 Jahre alt, erfolgreiche Projektleiterin, blitzgescheit.

Privat kämpft Ella seit acht Monaten um einen Mann. Wenn sie zusammen sind, ist es intensiv, wundervolle Gespräche mit Tiefgang, der Sex, zärtlich und einfühlsam. Aber sobald er nach Hause fährt oder es um mehr körperliche Nähe, wie (außerhalb der Sexualität) nachkuscheln geht, macht er dicht und geht. Kein gemeinsames aufwachen und kein gemeinsames Frühstücken. Er braucht „Freiraum“, er antwortet erst nach Stunden auf Nachrichten oder gibt ihr das Gefühl, schrecklich „bedürftig“ zu sein. Er sagt zwar, es hat nichts mit ihr zu tun und trotzdem fühlt es sich für sie wie eine Ablehnung an.

Was macht Ella? Sie geht in die Überkompensation, sie ist immer „on“. Sie scannt jede seiner Nachrichten nach kleinsten Hinweisen. Sie liegt abends im Bett, das Handy wie festgewachsen in der Hand, der Magen krampfhaft zusammengezogen: Hat er die zwei blauen Haken gesehen? Warum schreibt er nicht? Was habe ich falsch gemacht?

Er sagt zwar, es hat nichts mit ihr zu tun und trotzdem fühlt es sich für sie wie eine Ablehnung an.

Ella macht sich mal wieder einmal passend. Sie schluckt ihre eigenen Wünsche herunter, ist immer verständnisvoll und hofft auf die nächsten Krümel Zuneigung. Sie ist in der dauerhaften Warteschleife ihres eigenen Lebens gefangen.

Und jetzt schauen wir Ellas Arbeitsplatz an:

Im Büro passiert exakt dasselbe Drama. Ella ordnet sich ihrem Vorgesetzten unter, schiebt unbezahlte Überstunden, fängt die Fehler der Kollegen auf und scannt auch hier morgens um 8:00 Uhr schon die Stimmung im Raum.

Sie kämpft um die Anerkennung ihres Chefs wie um die Liebe ihres Partners. Sie hofft, dass ihr unermüdlicher Einsatz irgendwann gesehen wird. Doch bei Gehaltsverhandlungen oder Beförderungen wird sie übersehen.

Sie hofft weiter, funktioniert weiter und brennt dabei aus.

Gisa Steeg
Gisa Steeg, Steh-auf- und Soul-Power-Mentorin, Resilienz- und Kommunikationstrainerin

Warum tun wir uns diese Scheiße eigentlich an?

Es ist weder Pech, noch Schicksal und es ist auch kein „schlechter Geschmack“ bei Männern. Dahinter steckt ein knallhartes, unbewusstes System in deinem Kopf und deinem Körper. Das sind uralte Überlebensmuster aus unserer Kindheit, die in unserem Nervensystem und in jeder deiner Zellen abgespeichert sind, auf die wir immer noch reagieren. Das ist deine energetische Signatur:

Die psychologischen & dynamischen Ursachen und unbewusste Systematik:

  • Das antrainierte Überlebens-Radar (Dauerscanning):
    Wenn ein oder beide Elternteile emotional oder überhaupt nicht verfügbar waren – sei es durch Sucht, eigene Krisen oder Überforderung –, hast du als Kind eine knallharte Überlebensstrategie entwickelt: Du hast dein Umfeld pausenlos gescannt. Du hast gelernt, jede kleine Nuance in der Stimmung der Erwachsenen sofort zu lesen, um deren Bedürfnisse zu bedienen, bevor eine Bombe platzt. Das Antizipieren von Gefahren war deine einzige Möglichkeit, dich vor emotionalem, körperlichem oder gar sexuellem Missbrauch zu schützen und bloß keine Angriffsfläche zu bieten. Heute fährst du dieses uralte Schutzprogramm unbewusst in deiner Beziehung und im Job weiter: Du machst dich unsichtbar, funktionierst und richtest dich komplett nach dem anderen aus, nur um sicher zu sein.
  • Verschiedene Bindungsmuster:
    Wenn du in deiner Kindheit gelernt hast, dass Liebe an Bedingungen geknüpft ist oder hart erarbeitet werden muss, fühlt sich eine unerreichbare Person seltsam vertraut an. Dein Unbewusstes verwechselt diese Vertrautheit mit echter Anziehung. Wo ein verlässlicher Partner fremd wirkt, fühlt sich das altbekannte Kämpfen um Nähe fast wie „Zuhause“ an.

  • Der vergebliche Retter-Instinkt (Der Wunsch nach Heilung):
    Oft steckt der unbewusste Wunsch dahinter, ein altes Thema nachträglich zu heilen: „Wenn ich diesen Mann dazu bringe, mich zu lieben, bin ich endlich gut genug.“ Du verliebst dich dabei nicht in den Ist-Zustand, sondern in das Potenzial des Mannes. Tief in dir drin sitzt oft ein kleines Kind, das früher gelernt hat: Liebe muss ich mir verdienen. Wenn ich mich nur genug anstrenge, werde ich gesehen. Du verliebst dich nicht in den Mann, der vor dir steht. Du verliebst dich in sein Potenzial. Du denkst: „Wenn ICH ihn dazu bringe, mich zu lieben, bin ich endlich gut genug.“
  • Schutz vor echter Intimität:
    Das Suchen nach unerreichbaren Partnern dient manchmal als unbewusster Schutzschild. Wer tief im Inneren Angst vor echter Verletzlichkeit hat, weil Verletzlichkeit früher gefährlich war, wählt jemanden, bei dem eine tiefgehende Bindung von vornherein aussichtslos ist. Schützt zwar vor einer echten Beziehung, jedoch nicht davor, sich selbst zu verletzten.
  • Die Sucht nach den Krümeln der Liebe und Anerkennung

Emotional unerreichbare Männer sind selten immer kalt. Sie geben dir am Samstagabend den Himmel auf Erden und lassen dich am Montag eiskalt auflaufen. Neurobiologisch passiert da exakt dasselbe wie am Spielautomaten: Sie geben hin und wieder Krümel von Aufmerksamkeit, Nähe oder Leidenschaft. Dieses unvorhersehbare Belohnungssystem setzt im Gehirn massive Mengen Dopamin frei, ähnlich wie bei einer Sucht am Spielautomaten. Die Ungewissheit hält die Spannung extrem hoch.

  • Die Verwechslung von Panik und Liebe

Dieses ständige Magenziehen, die Herzrhythmusstörungen, das Bangen, ob er sich meldet, dein System hat irgendwann gelernt, diesen puren Stress mit „großer Leidenschaft“ zu verwechseln. Ein Mann, der verlässlich ist, pünktlich anruft und zu seinen Gefühlen steht, wirkt auf dich plötzlich „langweilig“. Weil dein Nervensystem ohne das gewohnte Drama gar nicht weiß, wo es hin soll.

Wie du den Stecker ziehst

Sind wir mal ehrlich, rein kognitiv hast du das alles schon zehnmal verstanden. Du hast Bücher gelesen und Podcasts gehört. Aber dein Körper reagiert trotzdem noch, bevor dein Kopf nachdenken kann.

Wenn du da wirklich rauswillst, musst du an die Wurzel:

  • Hinterfrage das Kribbeln: Wenn dein Magen wieder Achterbahn fährt, ist das kein Zeichen von Seelenverwandtschaft. Nein, es ist ein Alarmsignal deines Nervensystems. Frag dich sofort: Fühle ich mich hier sicher oder getrieben?

  • Hör auf, sein Verhalten zu analysieren: Hört auf zu fragen: „Warum ist er so? Welches Trauma hat er?“ Scheiß auf sein Trauma. Frag dich lieber: „Wie fühle ich mich in seiner Gegenwart? Werden meine Bedürfnisse erfüllt, ja oder nein?“

  • Nimm dir einen Block und ein Stift und schreibe dir auf:„Wie will ich mich in meiner Beziehung mit einem Mann fühlen?“ Willst du dich geborgen, sicher, gehalten, gesehen, liebevoll und respektvoll in der Kommunikation gesehen fühlen? Und dann schau dir die Situation mit ihm an. Fühlst du dich genauso? Kann er dir die Emotionen geben, die du dir wünscht? Nein? Dann jagst du wieder einem Phantom hinterher und darfst dich fragen, willst du das?

  • Gib fremdes Gepäck zurück und wahre deine Würde: Wenn du dir klar bist, was du in Zukunft willst, dann entscheide dich für dich. Wenn er auf Distanz geht, rennst du nicht mehr hinterher. Kein Text-Terror, kein Bitten, keine sehnen, kein dich mehr verzehren, hoffen, bangen mehr. Du trittst einen Schritt zurück und spürst deine eigene Grenze und machst Platz für einen emotional verfügbaren Mann, weil du ihn plötzlich auch wahrnehmen kannst. Du hast eine neue energetische Signatur, die anziehend wirkt.

Schluss mit der Warteschleife

Du hast keine Lust mehr auf emotionale Achterbahnfahrten, zerrüttete Nächte und das ständige Gefühl, nicht zu genügen?

Dann wird es Zeit, dein Leben zurückzuholen.

Wir müssen dein Nervensystem umprogrammieren und die unbewussten Verstrickungen lösen, damit du nicht mehr um Liebe und Anerkennung betteln musst – weder beim Partner noch beim Chef.

👉 Dein nächster Schritt raus aus der Falle:

  • THE BIG SHIFT: Wenn du dieses Muster endlich an der Wurzel packen willst, melde dich für mein kostenfreies Transformationsprogramm THE BIG SHIFT an.
  • 1:1 VIP-Coaching: Wenn du dir eine individuelle, tiefe Begleitung wünschst, um deine alten Fesseln zu sprengen: Schreib mir direkt für dein persönliches Gespräch gisa-steeg@email.de
  • Seminare & Impulse: Alle Termine zu meinen Resilienz- und Kommunikations-Workshops findest du direkt hier auf dem Blog oder bei der AH Akademie Heidelberg.

Hör auf zu warten, dass andere sich ändern. Ändere deine Haltung und die Welt zieht nach. Wenn sich dein Inneres verändert, verändert sich auch das Außen.

Love,

Gisa

Danke für meine treuen Kunden und diese Wertschätzung!
Gisa Steeg ist Jahrgang 1970, arbeitet als psychologische Beraterin, Steh-auf-Mentorin, Buch-Mentorin, Autorin und Mutmacherin für mehr Kraft und innere Stärke, und lebt in der Nähe von Heidelberg. Sie ist ausgebildete Handelsfachwirtin, Business-Coach, Hypnose-Coach, Selbstbewusstseinstrainerin und systemische Beraterin, Wingwave-Coach, NLP-Master und Kommunikationstrainerin. Als Coach, Mentorin, Autorin und Unternehmerin hat sie Erfahrung aus mehr als 25 Jahren Tätigkeit als Dozentin im Marketing, Vertrieb und in der Persönlichkeitsentwicklung. Sie schreibt und veröffentlicht ein Buch nach dem anderen und hilft Menschen, in ihre Kraft zu kommen und selbst Bücher zu schreiben, das zeigt sie unter anderem in ihren Büchern, Kongressen, Firmen-Seminaren und Coachings. Das Besondere bei Gisa ist ihre Kompetenz als Coach und Stärken-Mentorin. Insgesamt sind bis Ende 2023 14 Bücher von ihr als Autorin und 9 als Co-Autorin erschienen. Von April bis September 2021 moderierte sie ihre eigene Radiosendung „Let’s Talk“ mit Gisa Steeg und auch hier ging es um starke Themen, starke Bücher und starke Menschen. Nicht nur im Podcast und in ihren Büchern, sondern auch auf ihrem Videoblog auf YouTube und auf ihren Social-Media-Kanälen gibt sie viel Wissen preis. #spürbarstarkvonINNEN #resilienzrockt Kontakt: www.gisa-steeg.de und www.gisa-steeg.com
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