Ein Brief an die Liebe von Gisa Steeg
Hallo ihr Lieben, ich habe gerade das Gefühl meine Rubrik „starke Gedanken“ etwas mit Leben zu füllen.
Es ist ein Brief einer großen kurzen Liebe vor mehr als 10 Jahren und ich habe ihn nie abgeschickt.
Nun empfinde ich es an der Zeit in zu teilen, er berührt mich noch immer sehr.
Bin gespannt was ihr dazu meint… ich traue mich einfach mal etwas anders mit euch zu teilen!
Danke Gisa
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Hatten wir Angst uns zu verlieben, aus Angst uns zu verletzten?
Es war der dritte Mai in dem wir uns begegneten und dazwischen war immer ein Jahr Pause.
Ich sagte schon scherzhalber: „In jedem Mai kommst du vorbei.“
Du warst so anders, für mich manchmal nicht greifbar und ich hatte dich im ersten Jahr stehen lassen, aus Angst, mich zu verlieben und verletzt zu werden. Ich hatte einfach genug Enttäuschung hinter mir.
Im zweiten Jahr war ich emotional nicht frei und wir haben es beide gespürt und sind wieder ein weiteres Jahr getrennte Wege gegangen, ohne weiteren Kontakt.
Auch im letzten Mai habe ich intensiv an dich gedacht. Was du so machst, wie es dir so geht?
Ich hatte mir ernsthaft überlegt, ob ich dir eine Nachricht sende und hatte es dann doch verworfen. In meinen Gedanken warst du präsent, innerlich wünschte ich mir dich zu sehen.
Und plötzlich, drei Tage später standest du in einem Restaurant vor mir. Unsere Augen trafen sich, deine ersten Worte waren ungefiltert…. „Wann sehen wir uns wieder?“ Wir hatten beide das Bedürfnis uns zusehen. Wow, ich hatte es mir tatsächlich gewünscht dich zu sehen, meine Gedanken hatten dich im wahrsten Sinne des Wortes in mein Leben gezogen. Ich hatte es gedanklich ausgesprochen und es wurde durch Zufall wahr.
War es Zufall? Oder fällt einem zu, was schon lange fällig war? War es Fügung, war es Bestimmung, dass wir uns wieder sehen? Hatten wir die Jahre zuvor unsere Lernaufgabe des Lebens nicht wahr genommen und gelebt? Waren unsere Wunden der Vergangenheit zu groß, oder waren wir jetzt dafür bestimmt und bereit uns unseren Wunden der Vergangenheit zu stellen und zu heilen?
Doch da waren sie wieder, diese unüberbrückbaren Unterschiedlichkeiten, die auf uns wie ein Magnet gewirkt hatten, die uns magisch angezogen haben. Du der ruhige, oft schweigende, mit einer gefühlten Schwere um dich herum, still, in dich gekehrt, mit dieser sexy Stimme, manchmal undurchschaubar, mythisch, geheimnisvoll, reizvoll, für mich irgendwie faszinierend.
Und dann ich, klein, spritzig, quirlig, rot, extrovertiert, lachend, strahlend, witzig, lebensfroh und mit einem Hauch von Lebensfreude und Leichtigkeit….. und all das hatte dich so an mir fasziniert und beeindruckt.
So schnell wie es begann war es auch gleich wieder vorbei. In der kurzen Zeit unserer Begegnung und Liebe mussten wir erkennen, dass wir uns in und aus Liebe trennen mussten und den anderen in Liebe loszulassen, denn zusammen würden wir uns nur verletzen.
Nun bist du nicht mehr bei mir, nicht mehr hier und erst danach hatte ich verstanden, wie sehr ich dich geliebt habe. Ich denke an so vieles, an die wenigen kostbaren Momente die wir bei einem Glas Rotwein hatten.
Ich denke an die Glücksmomente, wenn unsere Körper verschmolzen waren. Wenn wir ganz Eins waren. Es war nicht nur Sex, es war wie eine Symbiose, ein verschmelzen der Körper und der Seelen.
Es fällt mir immer noch schwer, nicht an dich zu denken.
Doch auch wenn wir uns nie wieder gesehen haben, im Gedanken und im Herzen sind wir immer noch verbunden.
Unsere Liebe war kurz und ich halte sie in Ehren.
Du sagtest zum Abschied, du wolltest mir nie wehtun.
Du hast mir nicht weh getan, das habe ich selbst getan. Ich wollte dich.
Ich wusste, dass wir uns nur auf Zeit haben, ich hatte nur gehofft, wir hätten mehr Zeit miteinander. Ich bereue nichts, nicht eine Sekunde mit dir. Es war wunderschön mit dir.
Ja, du warst anders, du warst so kompliziert, du warst etwas ganz Besonderes. So wie du warst, bist du immer noch in meinem Herzen, in meinen Gedanken und das wirst du immer bleiben.
Ich vermisse dich und deine Zärtlichkeit, deine Küsse und ja…… auch dein stoffelig sein.
Durch dich durfte ich so viel über mich lernen und du weißt nicht, wie gut du mir getan hast und wie du eine alte ‚Wunde“ in mir, an mir geheilt hast.
Ich bin dir so dankbar, dass wir uns hatten und ich hätte dich ehrlich gesagt, gerne länger gehabt. Du bist immer noch in meinem Herzen❤ Ich achte und ehre diese kurze wundervolle Zeit und den Zauber unserer Liebe. Danke
In tiefer Dankbarkeit und Liebe
Gisa Steeg
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